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	<title>Rocky Mountain Frontier 2006</title>
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		<title>USA&#160;2006</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Jul 2006 20:48:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rocky Mountain Frontier]]></category>

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		<description><![CDATA[Alle paar Jahre steht er an, der große Urlaub. Und dieses Mal hatte ich erstmals meine Canon EOS 350D und mein Moleskine dabei. 
Das Ergebnis dieser Kombination digitalter und analoger Gadgets seht ihr hier. Ein Vlog (also ein Vacation Log) über 6561 Kilometer mit dem Bus quer durch den Westen der USA, in vierzehn Tagen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle paar Jahre steht er an, der große Urlaub. Und dieses Mal hatte ich erstmals meine Canon EOS 350D und mein Moleskine dabei. </p>
<p>Das Ergebnis dieser Kombination digitalter und analoger Gadgets seht ihr hier. Ein Vlog (also ein <b>V</b>acation <b>Log</b>) über 6561 Kilometer mit dem Bus quer durch den Westen der USA, in vierzehn Tagen durch neun Bundesstaaten, acht Nationalparks, von 3713 Höhenmetern bis auf 54 Meter unter Null, von den Rocky Mountains bis an den Pazifik.</p>
<p>Nach einer ersten Sichtung der Bilder fällt auf: Rodeo und Old Faithfull sind absolute Filmtöter. Respektive Speicherplatzfresser. Aber zumindest habe ich jetzt ein Theme gefunden, mit dem ich zufrieden bin und damit kann es hier in Kürze losgehen&#8230;</p>
<p>Beiträge:<br />
<a href="/2006/07/14/1-tag-anreise-und-ankunft-in-denver/">1. Tag: Anreise und  Ankunft in Denver</a><br />
<a href="/2006/07/15/2-tag-denver-die-rockies/">2. Tag: Denver &#038; die Rockies</a><br />
<a href="/2006/07/16/3-tag-tote-prasidenten/">3. Tag: Tote Präsidenten</a><br />
<a href="/2006/07/17/4-tag-go-west/">4. Tag: Go West!</a><br />
<a href="/2006/07/18/5-tag-schwefel-gelbe-steine/">5. Tag: Schwefel &#038; gelbe Steine</a></p>
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		<title>5. Tag: Schwefel &amp; gelbe&#160;Steine</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Jul 2006 06:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rocky Mountain Frontier]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rmf.102schinnercreek.com/2006/10/16/5-tag-schwefel-gelbe-steine/</guid>
		<description><![CDATA[Auf dem Highway 14, den Theodore Roosevelt (der Mann, der dem Teddy seinen Namen gab), als die schönste Straße Amerikas bezeichnet hat, geht es Richtung Yellowstone.
Der älteste Nationalpark der Welt verdankt seinen Namen dem durch die Schwefelausdünstungen der zahllosen Geysire und Heißwasserquellen gelblich verfärbten Felsen im Grand Canyon of the Yellowstone.
In Yellowstone gibt es mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf dem <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/U.S._Route_14">Highway 14</a>, den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theodore_Roosevelt">Theodore Roosevelt</a> (der Mann, der dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theodore_Roosevelt#Der_Teddy_Bear">Teddy</a> seinen Namen gab), als die schönste Straße Amerikas bezeichnet hat, geht es Richtung <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yellowstone-Nationalpark">Yellowstone</a>.<br />
Der älteste Nationalpark der Welt verdankt seinen Namen dem durch die Schwefelausdünstungen der zahllosen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geysir">Geysire</a> und Heißwasserquellen gelblich verfärbten Felsen im <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Canyon_of_the_Yellowstone">Grand Canyon of the Yellowstone</a>.<br />
In Yellowstone gibt es mehr Geysire als irgendwo sonst auf der Welt. Island und Neuseeland eingeschlossen. Bevor es aber an die Erkundung des Parks geht heißt es warten. Das 20jährige Straßenbauprojekt ist noch im Gang, nähert sich aber seinem Ende. Derzeit ist die Straße am Osteingang, über die wir in den Park kommen, Baustelle und daher nur einspurig befahrbar. Die „Ampel” ist typisch amerikanisch und mit dem Pilot Car, das der geduldig wartenden Schlange schließlich vorneweg fährt, kommt etwas Formel-1-Feeling auf. </p>
<p>Den ersten Fotostop legen wir am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Yellowstone-Lake">Lake Yellowstone</a>, dem großen, an eine Hand mit drei Fingern erinnernden See in der Mitte des Parks, ein.<br />
Eine kleine Dampffontäne gibt schon einmal einen Vorgeschmack auf das, was uns erwartet. Sowohl optisch als auch vom Geruch her.</p>
<p>Weiter geht es zu den ersten Mud Volcanos und zum Drachenmaul, aus dem mit entsprechender Geräuschuntermalung heftigst Rauch dringt.<br />
<span id="more-17"></span></p>
<p>Im Parkt gibt es zahlreiche Wasserfälle, so unter anderem die Fälle im Grand Canyon des Yellowstone, die Lower Falls sind mit 94 Metern Fallhöhe gleichzeitig die höchsten des Parks. Hier am Artist Point tritt die gebliche Verfärbung des Gesteins besonders hervor. Nach dem Mittagsstop gibt es noch Nachtisch in Form von Eiscreme bei den Tower Falls, natürlich typisch amerikanisch, beispielsweise in schreienden Farben oder mit Peanut Butter. Um dann die sinnlos angefressenen Kalorien gleich wieder loszuwerden geht es in <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mammoth_Hot_Springs">Mammoth Hot Springs</a> zu Fuß weiter. Über die im ganzen Park präsenten Holzstege durchwandert man eine bizarre Landschaft mit heißen Quellen, die auf den Plateaus in allen, teilweise unnatürlich wirkenden, Farben schimmernde Seen bilden oder über terrasierte Felsen langsam talwärts fließen. Yellowstone, vulkanischen Urpsrungs, wied immer wieder von Erdbeben erschüttert. Die stärkeren tektonischen Bewegungen sorgen, wie in den 50er und zuletzt in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts, auch immer wieder für Veränderungen bei den unterirdischen Wasserströmungen, welche die Naturwunder des Nationalparks speisen und so ist Mammoth Hot Springs heute in weiten Teilen trocken, nachdem das letzte Beben 1986 für zahlreiche Änderungen in den Wasserläufen gesorgt hat. Heute zeugen nur noch vertrocknete Terrassen davon, wo sich früher das Wasser seinen Weg ins Tal bahnte.</p>
<p>Auf dem Weg durch den Park begegnet man immer wieder den eigentlichen Bewohnern und während <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bisons">Bisons</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rothirsch">Wapitis</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dickhornschaf">Dickhornschafe</a> immer wieder an den Busfenstern auftauchen und beliebte Fotomotive bieten, sind <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Elch">Elche</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Grizzlybär">Bären</a> Mangelware, wodurch sich „Animal Spotting” im Bus zum Volkssport entwickelt. </p>
<p>Immer wieder fährt man auch an Gebieten vorbei, die noch immer vom großen Feuer 1988, welches fast drei Monate wütete, zeugen. In den Nationalparks wird es aber der Natur überlassen, sich selbst zu regenerieren. Und auch das Feuer selbst hat man mittlerweile als Chance zur natürlichen Erneuerung des Waldes erkannt und versucht es nicht mehr, mit allen Mitteln zu bekämpfen. Und vor allem in den niedriger gelegenen Gebieten hat Natur bereits wieder Besitz vom Land ergriffen. Zwischen dem dichten, mannshohen Waldbestand stehen nur noch einige wenige vom Feuer gezeichnete Baumstümpfe.</p>
<p><a href="http://www.townofwestyellowstone.com/">West Yellowstone</a>, unser heutiges, in <a href="http://mt.gov/">Montana</a> gelegenes Tagesziel, verdankt wie so viele Städte im Westen seiner Entstehung der Eisenbahn, die dort ihre Zelte aufschlug, um Besucher möglichst nahe an den Park heranzubringen. Mit dem Niedergang der Personenbeförderung bei den US-amerikanischen Eisenbahngesellschaften waren auch die Tage von West Yellowstone als Endstation gezählt, der Bahnhof, heute ein Museum, der zum Speiselokal avancierte Lokschuppen und die kleine Lagerhalle, heute das Domizil der West Yellowstone Police, zeugen zusammen mit einem Stück Gleis, das nach Nirgendwo führt, von den alten Zeiten.</p>
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		<title>4. Tag: Go&#160;West!</title>
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		<pubDate>Mon, 17 Jul 2006 19:05:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rocky Mountain Frontier]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://rmf.102schinnercreek.com/2006/10/14/4-tag-go-west/</guid>
		<description><![CDATA[Wir verlassen mit Lead unseren östlichsten Übernachtungsstop auf dieser Reise. Ab jetzt geht es (fast) nur noch nach Westen. Das Tagesziel heißt Cody, die vom Wildwesthelden Buffalo Bill gegründete Stadt im Nordwesten Wyomings.
Wir lassen also die Black Hills hinter uns und begeben uns auf die fast 600 Kilometer lange Reise gen Westen.
Fast wie auf Knopfdruck [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir verlassen mit Lead unseren östlichsten Übernachtungsstop auf dieser Reise. Ab jetzt geht es (fast) nur noch nach Westen. Das Tagesziel heißt <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Cody,_Wyoming">Cody</a>, die vom Wildwesthelden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/William_Frederick_Cody">Buffalo Bill</a> gegründete Stadt im Nordwesten Wyomings.</p>
<p>Wir lassen also die Black Hills hinter uns und begeben uns auf die fast 600 Kilometer lange Reise gen Westen.<br />
Fast wie auf Knopfdruck ändert sich auch die Landschaft wieder, als das „Welcome to Wyoming”-Schild an uns vorbeihuscht, die mittelgebrigsähnliche Landschaft der Black Hills muss der schon bekannten Prärie weichen.<br />
Auf dem Weg zum ersten Stop in <a href="http://www.ci.gillette.wy.us/">Gillette</a> (no, that&#8217;s not where my razorblades are from!) sieht man aber auch immer wieder Öhlbohrtürme, sei es in fertigem Zustand oder eben im Bau.<br />
Die Antwort der US-Regierung auf die knapper werdenden Ölreserven und die damit steigenden Energiepreise ist nämlich nicht „Sparen, sparen, sparen”, sondern, den Bau neuer Löförderanlagen zu forcieren &#8211; natürlich im eigenen Land, um sich nicht (noch mehr) in die Abhängigkeit anderer Länder zu begeben. Und da an der Küste natürlich niemand die Plattformen vor der Nase haben will, wird Wyoming so langsam zum neuen Texas. Die Bevölkerung scheint aber gedanklich schon etwas weiter und dem Spargedanken zuträglicher zu sein.<br />
Da der Bus erst seine vierte Tour fährt und daher noch etwas durstig ist, machen wir in Gillette zum ersten Mal an einem Truck Stop Halt, auch wenn sich die Truckerin aus North Dakota wundert, das wir an seinem so kleinen Truck Stop fotografieren wie die Blöden.<br />
<!-more--></p>
<p>Weiter geht es zum Mittagsstop nach <a href="http://www.sheridanwyoming.org/">Sheridan</a>. Auf dem Weg begegnen wir immer wieder kilometerlangen Kohlezügen, teilweise mit mehreren Lokomotiven nicht nur an der Zugspitze, sondern auch am Ende bespannt. Die Gegend ist fest in der Hand der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BNSF">BNSF</a>, welche die im Tagebau gewonnene Kohle zu den Kraftwerken bringt. Und auch wenn der Merger von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Burlington_Northern_Railroad">Burlington Northern</a> und der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Atchison%2C_Topeka_and_Santa_Fe_Railway">Atchison, Topeka &#038; Santa Fe</a> schon eine Weile her ist sind immer noch zahlreiche Loks im alten, grünen BN-Lack oder im <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Warbonnet_%28paint_scheme%29">Warbonnet</a>-Schema der AT&#038;SF unterwegs.</p>
<p>Nach dem Mittagsstop am <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wal-Mart">Wal-Mart</a> in Sheridan wird die Gegend langsam hügeliger. Wal-Mart in Deutschland ist ja vor allem schäbig und dreckig, in den USA ist davon nichts zu sehen. Riesig ist der Markt. Eigentlich verwunderlich, das es am Eingang keinen <strike>Stadt</strike>Marktplan zu mitnehmen gibt.</p>
<p>Über die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Big_Horn_Mountains">Big Horn Mountains</a>, einem Ausläufer der Rockies, die sich ja vom Norden nach Süden durch ganz Nordamerika zieht, geht es vorbei an den <a href="http://www.byways.org/browse/byways/2053/places/13437/">Shell Falls</a>, wo sich der Shell Creek fast 40 Meter in die Tiefe stürzt, nach <a href="http://www.codywyomingnet.com/">Cody</a>.<br />
Dort steht zunächst ein Besuch des <a href="http://www.bbhc.org">Buffalo Bill Historical Centers</a> an, das fünf Museen beheimatet, neben dem Buffalo-Bill-Musuem, welches dem Leben des Gründervaters, der bürgerlich William Frederick Cody hieß und mit seiner Wild West Show sich selbst und den Westen weltberühmt gemacht hat, gewidmet ist, gibt es auch noch ein Waffen-, Kunst-, Indianer- und ganz neu ein Naturkundemuseum.</p>
<p>Bevor wir uns zur Nachtruhe in kleinen Blockhäusern betten geht es ab zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rodeo">Rodeo</a>. Wenn man schon einmal im Westen ist, muss man das auf jeden Fall auch gesehen haben und nach Aussage von Mark zählt das <a href="http://www.codystampederodeo.com/">Cody Stampede Rodeo</a> zu einem der Besten überhaupt. Zwei Stunden gibt es volles Programm, wilde Pferde und Büffel werden geritten (oder zumindest der Versuch unternommen), Kälber gefesselt und mit den Clowns für Kurzweil zwischen den Acts gesorgt. Das ganze ist typisch amerikanisch, mit Hotdogs, Bier, das diesen Namen nicht verdient und Nationalhymne. Und es ist, wie jede andere Sportart in den Staaten auch, vor allem ein Business. Die Verletzung eines Bullriders kurz vor Schluß sorgte für eine kurze Unterbrechung, danach ging es weiter, als wäre nichts gewesen, „The Show must go on!” und beim Wegfahren vom Rodeoplatz kam uns auch schon der örtliche Krankenwagen heulend entgegen.<br />
Natürlich hatte der ein oder andere Mitreisende, manche sind echt komisch, prompt wieder was zu nörgeln. Und wenn es nur die Dauer von zwei Stunden war. Mackern ist eben auch eine deutsche Eigenschaft.</p>
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		<item>
		<title>3. Tag: Tote&#160;Präsidenten</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Jul 2006 20:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rocky Mountain Frontier]]></category>

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		<description><![CDATA[Früh geht es los in Cheyenne, von den vielen Cowboys und Cowgirls, die am Vorabend im Hotel noch die Eröffnung der „Frontier Days” gefeiert haben, ist nichts mehr zu sehen.
Dafür gibt es umsonst Frühstück. Nicht für alle, man ist etwas verplant im Hotel, aber unter anderem für uns.
Die Tatsache, das es sich um ein Continental [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Früh geht es los in Cheyenne, von den vielen Cowboys und Cowgirls, die am Vorabend im Hotel noch die Eröffnung der „<a href="http://www.cfdrodeo.com/">Frontier Days</a>” gefeiert haben, ist nichts mehr zu sehen.<br />
Dafür gibt es umsonst Frühstück. Nicht für alle, man ist etwas verplant im Hotel, aber unter anderem für uns.<br />
Die Tatsache, das es sich um ein Continental Breakfeast handelt und es daher weder Toast noch Ei oder Speck gibt, führt gleich wieder zu lautstarken Unmutsäußerungen bei einigen Mitreisenden. Unmöglich, diese Deutschen!. Sollen sie doch für $10 im Nachbarzimmer American Breakfeast essen, wenn ihnen die kostenlose Variante nicht passt. Aber der Geiz siegt dann doch.<br />
Das erste Tagesziel ist <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fort_Laramie">Fort Laramie</a>, dem Dreh und Angelpunkt für die Besiedlung des Westens mit sehr wechselvoller, teils friedlicher, teils kriegerischer Geschichte.<br />
Nachdem zum Ende der militärischen Funktion zahlreiche Gebäude abgetragen wurden, weil man das Baumaterial in der sehr baumlosen Prärie dringend anderweitig gebrauchen konnte, sind heute zahlreiche Gebäude nach Originalplänen wieder aufgebaut. Die Überreste der Original erhaltenen Gebäude werden ebenfalls in Schuß gehalten und vielerorts sind sehr aufwendig die Zimmer restauriert und eingerichtet, um dem Besucher einen Eindruck vom Leben auf Fort Laramie zu vermitteln. Darüber hinaus hat die Erhaltung des Forts natürlich auch geschichtliche Gründe, um zum einen die Bedeutung von Fort Laramie für die Ausdehnung gen Westen auch für nachfolgende Generationen zu erhalten, zum anderen aber auch, um als Mahnmal in Bezug auf die Fehler der Vergangenheit gerade im Umgang mit den Indianern zu dienen. Von daher ist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/George_W._Bush">George W. Bush</a> vielleicht gar nicht so schlecht für Amerika. Man sollte ihn ausstopfen und ebenfalls als schlechtes Beispiel der Öffentlichkeit zugänglich machen.<br />
<span id="more-15"></span><br />
Der Südwesten Wyomings ist ein Traum! Wenn ich Viehzüchter wäre. Die leicht hügelige, bis zum Horizont reichende Prärie, auf der gedankenverloren Rinder weiden, wird nur vom hellgrauen, schnurgeraden Betonband der Interstate durchbrochen.<br />
Dsa Landschaftsbild ändert sich schlagartif, sobald man die Staatsgrenze nach <a href="http://www.state.sd.us/">South Dakota</a> überschritten hat. Die Gegend wird wieder bergiger und der Baumbestand üppiger. Die zahlreichen Pinien sind sicherlich nicht ganz unschuldig daraN, dass diese Berge heißen, wie sie heißen: „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Black_Hills">Black Hills</a>”.</p>
<p>Kurz vor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mount_Rushmore_National_Memorial">Mount Rushmore</a> gilt es noch einen Stop einzulegen am zweiten großen Kunstwerk der Gegend: Dem ebenfalls in Stein gemeißelten Abbild des Indianerhäuptlings „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Crazy_Horse">Crazy Horse</a>“. Dessen endgültige Fertigstellung werde ich aber nicht mehr erleben. Vom <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Crazy-Horse-Monument">riesigen geplanten Monument</a> existiert derzeit nur der Kopf, quasi das „Crazy”, während am „Horse” noch gearbeitet wird. Bis das Pferd aus dem Stein gemeißelt und gesprengt ist werden noch mehrere Jahrzehnte vergehen.<br />
Fertig, und zwar seit mehr als 50 Jahren, sind die Präsidentenköpfe, wobei bei einer „Bauzeit” von 17 Jahren der Gesamtpreis von etwas unter einer Million Dollar aus heutiger Sicht geradezu lächerlich erscheint.<br />
Klar, Geld hatte einen anderen Wert Mitte des letzten Jahrhunderts, aber für den Betrag würde man heute wahrscheinlich nicht mal mehr das Gerüst bekommen.</p>
<p>Eigentlich sollte man ja meinen, an Mount Rushmore hätten sie jeden Tag genug tote Präsidenten zum Anschauen. Aber bevor man <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/George_Washington">Washington</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Jefferson">Jefferson</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Theodore_Roosevelt">Roosevelt</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Abraham_Lincoln">Lincoln</a> aus der Nähe sehen kann, muss man auf den Parkplatz. Was sich als gar nicht so einfach erweist, denn aus dem Wärterhäuschen kommt, nachdem Bryan die Kreditkarte reicht, nur lapidar: „We don&#8217;t do plastic”. In der Tat ungewöhnlich, aber auch das läßt sich meistern und man begleicht die Parkgebühr eben mit toten Präsidenten.<br />
„Shrine of Democracy” steht auf einer der Postkarten im Visitor Center und wenn man sich das, was die Amerikaner und vor allem die Regierung Bush uns als „Demokratie” vorleben, anschaut, dann könnte man wirklich den Eindruck gewinnen, man hätte diese (die Demokratie, nicht die Bush-Regierung) wirklich in einen Schrein gesperrt und laßt sie nicht mehr raus. Wie auch immer: Mount Rushmore, das seinen Namen im übrigen einem Anwalt verdankt, ist beeindruckend, auch und gerade mit der Flaggenparade vor dem Berg. Auf sieben Säulen sind in zwei Reihen die Fahnen der US-Bundesstaaten angebracht, vier auf jeder Säule, am Sockel findet sich das Beitrittsdatum zur Union. Wer in der Grundschule etwas aufgepasst hat, merkt schnell, dass sieben Säulen x zwei Reihen x vier Fahnen 56 ergibt und mit der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bundesstaat_%28Vereinigte_Staaten%29">Zahl der US-Bundesstaaten</a> nicht wirklich übereinstimmt. Damit es aufgeht hat man das ganze etwas großzügiger ausgelegt und unter anderem Fahnen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Guam">Guam</a>, den <a href="">Virgin Islands</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Washington_D._C."<Washington D.C.</a> mit gehisst. Aus mir unerklärlichen Gründen gibt es von den Flaggen keinerlei Postkarten. Und warum man die Fahnen der neuen US-Territorien wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Afghanistan">Afghanistan</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Irak">Irak</a> nicht mit aufgehänght hat erschließt sich mir auch nicht.</p>
<p>Durch die Black Hills geht es dann Richtung <a href="http://www.deadwood.org/">Deadwood</a>, einer alten Goldgräberstadt, die mittlerweile, nicht zuletzt dank Glücksspiel,wieder am aufblühen ist. In der Hauptstraße findet man zahlreiche Hotels mit Casinos, Bars und Souvenirläden, das ganze wirkt aber, vielleicht auch weil die nachgestellte Goldgräberkulisse hier nicht so künstlich aufgesetzt wirkt wie in Las Vegas, wesentlich gemütlicher, um nicht zu sagen „cosy”.<br />
In der Stadt, in der auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kevin_Costner">Kevin Costner</a>, der leider mehr durch seine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Der_mit_dem_Wolf_tanzt">anderen</a> als durch seine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Feld_der_Träume">Baseballfilme</a> Berühmtheit erlangte hat, eine Bar besitzt, fährt uns dann auch das Neueste, was die US-amerikanischen Polizeibehörden derzeit in ihren Fuhrpark einstellen können, über die Füße: Ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dodge_Charger#2006">Dodge Charger</a>. Wuchtig, bullig, mit dezentem Metalliclack und auffälligem Türdesign eine imposante Erscheinung. </p>
<p>Schließlich geht es ins Hotel in die Zwillingsstadt <a href="http://www.lead.sd.us/">Lead</a>, wo es im dortigen Restaurant Burger gibt, die sich nicht in Worte fassen lassen: Maulsperre garantiert.</p>
<p>Kleines Detail am Rande: Nachdem im Bus Rotationsverfahren herrscht, jeden Tag geht es zwei Reihen weiter, und ich damit jetzt auf der rechten Seite sitze, habe ich heute gesehen, dass Mark mit einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apple_iBook#Letztes_Modell">iBook</a> arbeitet. Nett. Muss man bei Gelegenheit evtl. mal vertiefen.</p>
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		<item>
		<title>2. Tag: Denver &amp; die&#160;Rockies</title>
		<link>http://rmf.102schinnercreek.com/2006/07/15/2-tag-denver-die-rockies/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Jul 2006 18:24:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rocky Mountain Frontier]]></category>

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		<description><![CDATA[Um sieben Uhr heißt es aufstehen, schließlich sind wir hier, um was zu erleben und nicht im Urlaub.
Die Tourleitung hat wie schon auf unserer letzten Reise 2002 ATI, Mark ist der Reiseleiter, von dem wir gestern schon das Willkommenspaket bekommen haben.
Er ist gebürtiger Amerikaner, war aber ein paar Jahre in Deutschland und spricht die Sprache [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Um sieben Uhr heißt es aufstehen, schließlich sind wir hier, um was zu erleben und nicht im Urlaub.<br />
Die Tourleitung hat wie schon auf unserer letzten Reise 2002 <a href="http://www.americantours.com/">ATI</a>, Mark ist der Reiseleiter, von dem wir gestern schon das Willkommenspaket bekommen haben.<br />
Er ist gebürtiger Amerikaner, war aber ein paar Jahre in Deutschland und spricht die Sprache entsprechend gut. Allerdings läßt sich ein amerikanischer Akzent genauso schwierig verbergen wie ein fränkischer Dialekt. Und spätestens bei der, die und das gibt sich der Nicht-Muttersprachler zu erkennen. Wobei, wir sind uns ja selbst nicht einig bei unseren bestimmten Artikeln, schließlich will sich selbst der <a href="http://www.duden.de/">Duden</a> nicht <a href="http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5689106,00.html">verbindlich festlegen</a>, ob es jetzt <em>das</em> Blog oder eben doch <em>der</em> Blog heißt.</p>
<p>Im nagelneuen <a href="http://www.arrowstagelines.com/equipment-setra.asp">Setra S417</a> wird uns Bryan von <a href="http://www.arrowstagelines.com/">Arrow Stage Lines</a> die nächsten zwei Wochen durch Amerikas Westen kutschieren.<br />
Nach einer kurzen Besichtigung der Regierungsgebäude des <a href="http://colorado.gov/">Staates Colorado</a> und der Stadt Denver geht es raus aus der Stadt. Vorher muss aber noch die wichtige Frage geklärt werden, warum Denver auch „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Denver_(Colorado)">Mile High City</a>” genannt wird. Und warum die Stufe des Capitols, die eben genau diese eine Meile über dem Meeresspiegel liegt, in jedem Reiseführer eine andere Zahl hat. Es ist halt wie immer, wenn man drei Professoren fragt, dann hat man am Ende vier Meinungen.<br />
Auf der <a href="http://colfaxavenue.com/">Colfax Avenue</a>, der angeblich längsten Stadtstraße der USA, geht es Richtung Rockies. Wer weiß, wie dehnbar die Amerikaner den Begriff „City Limits” auslegen, der wundert sich aber nicht weiter, dass die Bebauung auf dieser Straße mit jeder Meile dünner und weniger stadtähnlich wird.<br />
<span id="more-14"></span><br />
In der Ferne sind bereits die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rocky_Mountains">Rocky Mountains</a> zu sehen, die gestern noch von einer Dunstglocke verdeckt wurden. Kurz vor eins ist der Nationalpark erreicht. Zwischendurch ein kurzer Stop am Supermarkt, Vorräte auffrischen. Bei dem, was da der ein oder andere an Tüten in den Bus schleppt, brauchen wir die nächsten zwei Wochen gar keinen Stop mehr machen&#8230;<br />
Ich finde nicht so recht, was ich suche, aber es gibt einen Mini-<a href="http://www.starbucks.com/">Starbucks</a> (Shop-in-Shop würde man bei uns wohl neudeutsch dazu sagen) und damit wenigstens vernünftigen Kaffee. Zu eher unvernünftigen Preisen.<br />
In den Rockies geht es vor allem eines: aufwärts. Schnell sind mehrere hundert Höhenmeter überwunden, zahlreiche Haarnadelkurven später bieten sich atemberaubende Aussichten. Am alpinen Besucherzentrum geht es dann nur noch zu Fuß weiter bis auf 12005 Fuß. Bäume gibt es auf dieser Höhe längst keine mehr, fließend Wasser auch nicht, wo soll auch der Druck herkommen? Lediglich etwas Schnee hat sich noch gehalten.</p>
<p>Auf dem Weg nach unten gib es noch einmal landschaftlich beeindruckende Aussichten auf die Rockies zu genießen. Der Waldbestand ist hier subjektiv gesünder, es gibt wesentlich weniger von Schädlingen befallene Bäume, die sich aufgrund zu geringer Niederschläge nicht mehr die Kraft haben, sich erfolgreich gegen die Schmarotzer zu wehren, als auf dem Weg nach oben.</p>
<p>Um sechs Uhr haben wir <a href="http://www.cheyenne.org/">Cheyenne</a> erreicht. Der erste Weg führt durch die anläßlich des großen Rodeos geschmückten Straßen zum Capitol des Staates <a href="http://wyoming.gov/">Wyoming</a>. Zwei Capitole an einem Tag. Wow!</p>
<p>Weiter geht es zum <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Big_Boy">Big Boy</a> im Holiday Park. Der Zaun um UP 4004 nimmt der größten jemals gebauten Dampflokomotive dann doch etwas von ihrer majestätischen Ausstrahlung. Aber es ist trotzdem beeindruckend, einen der acht erhaltenen Big Boys in Lebensgröße vor sich zu sehen.<br />
Auf dem Weg zurück zum Hotel geht es noch einmal über die weit verzweigten Bahngleise der <a href="http://www.up.com/">Union Pacific</a>, die die Stadt <a href="de.wikipedia.org/wiki/Cheyenne_%28Wyoming%29">1867 urspünglich als Endpunkt gegründet hat</a>. Am alten Betriebswerk steht viel UP-Historie herum, teilweise in erbärmlichen Zustand, lediglich eine <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/EMD_F7">F7</a> macht noch einen recht gut erhaltenen Eindruck.</p>
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		<title>1. Tag: Anreise und Ankunft in&#160;Denver</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Jul 2006 17:20:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Matt</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rocky Mountain Frontier]]></category>

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		<description><![CDATA[Let&#8217;s go, Amiland wartet. Also erstmal zum Flughafen. Die Straßenbahnlinie 52 bringt uns zu Bahnhof, die S8 zum Flughafen. Hält an jeder Milchkanne, kostet aber dank „Zug zum Flug” nichts.
Am Frankfurter Flughafen ist die Hölle los. Kein Wunder, Hauptreisezeit. In Terminal 1, Halle A, kann man die Leute stapeln. Gut, dass wir in Halle B [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Let&#8217;s go, Amiland wartet. Also erstmal zum Flughafen. Die <a href="http://www.mvg-mainz.de/">Straßenbahnlinie 52</a> bringt uns zu Bahnhof, die S8 zum Flughafen. Hält an jeder Milchkanne, kostet aber dank „Zug zum Flug” nichts.<br />
Am <a href="http://www.frankfurt-airport.de/">Frankfurter Flughafen</a> ist die Hölle los. Kein Wunder, Hauptreisezeit. In Terminal 1, Halle A, kann man die Leute stapeln. Gut, dass wir in Halle B einchecken. Schlecht, dass die Beschilderung so mäßig ist und wir uns erstmal bis in Halle A durchgearbeitet haben. Also zurück, der Check-In ist schnell und problemlos, der Hickhack folgt im Anschluß. Mehrmals abgetastet und durchleuchtet ist dann doch endlich Flugsteig B25 erreicht.<br />
Auf der Parkposition steht auch schon eine Boeing 747, aber von der <a href="http://www.unitedairlines.de/">United</a>. Doch ein <a href="http://www.staralliance.de/">Star Alliance</a> Flug, den die <a href="http://www.lufthansa.com/">Lufthansa</a> nicht selber fliegt? Nein, eine Stunde vor dem geplanten Take-Off um 13:50 wird die United-Maschine weggeschleppt und ein Lufthansa-Jet in Star Alliance-Lackierung und mit Fußball an der Nase nimmt die Position ein. Durch die Blockade verschiebt sich die Abflugszeit und nach dem Boarding hat der Kapitän noch eine Hiobsbotschaft: Eine Startbahn wurde wegen starker Nordwinde gesperrt, der daraus resultierende Stau auf den verbliebenen beiden wirk sich natürlich wenig positiv auf die Startzeit aus und so ist es 14:45, als die 747 letztmalig deutschen Boden berührt.<br />
<span id="more-13"></span></p>
<p>Keine zwei Stunden später sind wir in <a href="http://www.denvergov.org/">Denver, Colorado</a>. Dummerweise mit acht Stunden Zeitverschiebung dazwischen. Und ich bin mir immer noch nicht sicher, was bei Langstreckenflügen besser ist: Fensterplatz, um mal einen Blick auf Grönland zu erhaschen, dafür aber alle paar Stunden den Rest der Reihe aufscheuchen, um sich mal die Beine zu vertreten oder Gangplatz mit problemlosen Klozugang, dafür aber mit Sitznachbarn, die einen alle paar Stunden unnötigerweise aufscheuchen.<br />
Am Fenster fällt einem aber vor allem auf, dass man unendliche Ackerflächen, zunächst rechteckig mit analogem Straßenverlauf, später aufgrund anderer Bewässerungstechniken rund, aber noch immer schnurgeraden Straßen, überfliegt, aber selbst kurz vor Denver von einer Stadt nichts zu sehen ist.</p>
<p>Der Grund wird schnell klar, nachdem wir nach dem Empfang am Flughafen mit dem <a href="http://www.supershuttledenver.com/">SuperShuttle</a> in die Stadt fahren. Vorher gilt es aber noch, die Einreisebehörde davon zu überzeugen, dass man dem Land nichts Böses will. Und während gut gelaunte Freiwillige in standesgemäßer Cowboy-Kleidung die Einreisenden auf die einzelnen Schalter verteilen, hat der abfertigende Beamte sichtlich weniger Spaß an seinem Job. Fingerabdruckscanner, Foto und nervende Fragen lassen einen schon ins Grübeln kommen, ob man hier Willkommen ist.<br />
Aber zurück zum SuperShuttle. Der Empfang hinter dem Einreiseschalter ist herzlich, der Fahrer gut drauf und der Verkehr flüssig. Trotzdem dauert die Fahrt über eine Stunde und so ist es 18:30, als uns der kleine blaue Bus am Hotel absetzt. Eine der Verkehrsführung geschuldete Fahrt durch Downtown Denver inklusive. Auch da hat wohl irgend ein Stadtplaner nicht aufgepasst.</p>
<p>Nachdem die <a href="http://www.nfl.com/">Footballer</a> derzeit nicht spielen und somit im Stadion der <a href="http://www.denverbroncos.com/">Denver Broncos</a>, das direkt neben dem Hotel liegt, kein Spiel stattfindet, geht es mit dem Hotelshuttle nochmal Richtung Downtown. Der Bus ist aber kurz vorher weg und aus den angekündigten fünf Minuten, bis er wieder auftauchen soll, werden schließlich 45, die sich aber dazu nutzen lassen, erste Kontakte zu Mitreisenden zu knüpfen.<br />
Die <a href="http://www.16thstreetmall.denverfanatic.com/">16. Straße</a>, Denvers Einkauffstraße und eine für amerikanische Verhältnisse eher untypische Fußgängerzone, sieht man vom <a href="http://www.rtd-denver.com/">MallShuttle</a>, das alle 90 Sekunden fährt und zahlreichen Pferdegespannen ab, wirkt aber lange nicht so gemütlich wie die Teile, die man vom SuperShuttle aus sah. Auch die ständig präsenten Polizisten und privaten Sicherheitsdienste wollen nicht dafür sorgen, das es beruhigender wirkt. Zum ersten Einkaufen reichts aber. Und dann noch kurz mit dem MallShuttle zum Bahnhof.</p>
<p>Dort geht es bedeutend ruhiger zu und die in der hektischen Einkaufsstraße vermisste Gemütlichkeit kommt zurück: Ein schön angelegter Bahnhof, viel Grün und hübsche Gebäude in Klinkerbauweise. Mit dem Shuttle geht es anschließend zurück zum Hardrock Cafe, denn dort ist für 21:30 der Hoteltransfer bestellt. Vorher noch kurz einen Blick auf die Straßenbahn erhascht &#8211; auch eher untypisch für die USA. Um halb zehn ist natürlich kein Hotelshuttle da. Die abermalige Verspätung, dieses mal sind es aber &#8216;nur&#8217; fünfzehn Minuten, belegen, dass Pünktlichkeit eben doch eine deutsche Tugend ist.<br />
Und nachdem der Fahrer vor dem Abliefern am Hotel noch ein paar gute Feunde zur Sauftour in der Stadt auslädt, ist das Trinkgeld für die Heimfahrt gestrichen.</p>
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